Online Roman - Ein Leben mit Zukunft?
Ich habe soooooviele Buchideen und deshalb werde ich einmal versuchen hier einen Roman oder eine Kurzgeschichte Online zu schreiben. Mal sehen, wo mich meine Zeilen so hinführen, denn ich habe meist ein Geistesblitz und dann fange ich an zu schreiben an, ohne das Ganze geplant zu haben. Die großen Konstrukte, die andere Autoren vorher erstellen, habe ich selber noch nie durchgeführt. Meine Geschichten entstehen einfach so aus dem Nichts und ich weiß eigentlich nie wo sie mich hinführen. Ich bin ein ?!? Drauflosschreiber ohne geplanten Anfang und Ende. Dementsprechend hier meine Geschichte, die mir gerade so eingefallen ist und die fast selbstständig eine Richtung nimmt. Die Rechtschreib- und Grammatikfehler möge man mir verzeihen, ist halt eine Rohfassung.
Ein Leben mit Zukunft?
Als Obdachloser hat man nicht viele Möglichkeiten gefahrlos die Nacht zu verbringen und da war es mir sehr angenehm, dieses kleine Häuschen mitten im Wald zu finden. Es schien eine Art Geräteschuppen für Waldarbeiter zu sein oder etwas dergleichen. Richtige Mauern, ein kleines Fenster und eine schwere Eisentür. Die Tür war richtig zugewachsen mit dickem Dornengestrüpp und mittlerweile war es mir so kalt, dass mir die aufgerissenen Arme und Beine nichts mehr ausmachten. Das kleine Fenster war zu klein, als das ich hätte hindurchschlüpfen können, deshalb versuchte ich es an der Tür, die aber natürlich verschlossen war. Die Tür besaß noch ein altes Schloss aus alter Zeit und da ich mit dem Dietrich recht gut umgehen konnte, versuchte ich mein Glück. Ganze 15 Minuten genügten, um den Dietrich im Schloß zu drehen und die Tür zu öffnen. Ich zog die Tür nur einen kleinen Spalt auf, damit niemand, der zufällig vorbeikam sehen konnte, dass die Tür bewegt worden war. Durch den kleinen Spalt drückte ich erst einmal meinen Rucksack und die beiden Tüten mit meinen Habseligkeiten und meinem Proviant durch, bevor ich mich selber hindurch zwängte. Schnell schloß ich die Tür wieder und schaltete die Taschenlampe an. Der Raum des Häuschens war natürlich sehr klein und ich würde mich diagonal in den Raum legen müßen um schlafen zu können, doch das war mir egal. Der Raum besaß einen kleinen Tisch, zwei Stühle und allerlei Werkzeug. Zu meiner Überraschung gab es hier sogar Strom und Licht. Aber nicht nur das, sondern auch einen kleinen Heizlüfter, den ich jetzt unbedingt für meine steifgefrorenen Knochen brauchte und selbst ein Mini-Waschbecken gab es hier. Ich merkte, wie mir Tränen über die Wangen liefen, soviel Glück hatte ich in den letzten Jahren schon lange nicht mehr gehabt. Selbst die Lampe an der Decke funktionierte, zwar mir schwachem Licht, aber immerhin!
Um nicht anderen zu verraten, das dieses Haus von Jemandem bewohnt war, legte ich schnell ein paar herumliegende Bretter vor das Fenster und dunkelte es mit Zeitungen soweit ab, dass kein Licht nach aussen drang. Dann schaltete ich das Licht an und auch den Heizlüfter, der ein bisschen Wärme in den Raum brachte. Ich zog beide Mäntel aus, die ich aus Wärmegründen übereinander angezogen hatte und setzte mich auf einen Stuhl. Zufrieden schaute ich mich um und entdeckte eine weitere Tür an der hinteren Wand, die für mich jedoch keinen Sinn ergab, denn so besonders groß war dieses Häusschen ja nicht gerade als das es zwei Türen benötigte. Doch egal, mir war jetzt nicht gerade nach neuen Erforschungen, ich hatte nur Hunger und war ein bisschen müde. Ich holte aus meinem Rucksack ein Blatt Küchenpapier, ein Messer, ein Stück Salami, das letzte Stückchen Brot und breitete alles vor mir aus. Bevor ich mich jedoch an meine Mahlzeit machte, holte ich mir meine Seife aus dem Rucksack und probierte den Wasserhahn über dem Waschbecken aus. Nach etwas gluckern aus dem Hahn sprudelte eine braune Brühe hervor, die ich laufen ließ und nach zirka 2 Minuten schienen die Reste von Schmutz und Rost aus der Leitung herausgewaschen zu sein. Ich legte meine Hände in den Strahl und fühlte das Wasser über meine Haut laufen. Fast schon wie in einer kleinen Zeremonie wusch ich meine Hände mit der Seife, die ich immer bei mir trug und fühlte mich dabei rundherum pudelwohl. Mein Glücksgefühl bei dieser eher alltäglichen Tätigkeit ließ sich einfach nicht beschreiben, denn seit Jahren war ich nicht mehr allein in einem Raum um mir z.B. wie hier die Hände zu waschen. Wieder bemerkte ich Tränen, die mir über die Wangen liefen, es war fast ein Stück Normalität und ich genoß es.
Nachdem ich meine Hände gesäubert hatte, setzte ich mich an den Tisch, holte noch mein kleines Taschenradio aus der Tasche, stellte den Lokalsender ein und machte den Ton ganz leise, den man trotzdem in dieser Stille ganz gut hören konnte und nahm mein Abendbrot zufrieden und glücklich ein.
Nachdem ich mein Mahl beendet hatte, schüttelte ich das Küchenpapier im Waschbecken aus, wusch das Messer und trocknete es mit dem Papier. Im Anschluß wusch ich mir wieder die Hände und auch das Gesicht, räumte den Tisch und auch die Stühle zur Seite und rollte meinen Schlafsack aus, der wirklich nur diagonal in den Raum passte, löschte das Licht und legte mich zum schlafen nieder.









