Kapitel 2

Donnerstag, 08 Juli 2010 @ 21:21 Uhr

Beitrag von: Admin

Das schreckliche Feuer

Nach einer kurzen Nacht, machten wir uns auf den Weg zum großen Hou-Bagy-Shon Baum. Auf dem Weg redete Iumin kaum mit mir. Er war wahrscheinlich eifersüchtig, weil er nicht mehr der einzige Magier war. Wir sahen lodernde Flammen, der Baum brannte. Die Blumen, verbrannt. Die Türen und Fenster in den Ästen, nur noch ein Haufen Asche. Die Betten im Baum, in Flammen aufgegangen. Alles, was wir brauchten, abgefackelt. "Wer war das?" Iumin's erster, vollständiger Satz seit der Rückreise. "Die Naxos. Kein Wunder warum es bei der Schlacht so wenig waren." Jercor klang wütend. "Sie haben die anderen Naxos zu uns geschickt um unseren Baum zu verbrennen." "Das ist nicht das Einzige, was wir verloren haben!" Ich rannte hin zum Armee-Mitglied, das von einem Speer getroffen  wurde. "Wo ist er hin?" Iumin redete endlich wieder mit mir. "Die Naxos entführten ihn."
Jercor wurde noch wütender. "Wir reisen nach Norden." Nach langer Stille kam endlich ein Einfall von Jasuda, Die Tochter des Stammesältesten. "Wir reisen nach Norden zu unseren Verbündeten." Ihr Akzent, nordländisch. Während sie davon erzählte, flatterte sie mit ihrem wunderschönen, roten Haar herum und Zupfte an ihrem Seidenkleid herum. "Wir machen uns heute noch auf!"
Auf dem Weg, sangen und tanzten wir alle. Ja, der Krieg ist immer noch da, doch wir freuten uns, zu unseren Verbündeten zu gehen. Wir sangen viele hougianische Volkslieder, wie zum Beispiel: "Mir wächst ein Haar auf dem Auge" Oder: "Der orangene Frosch hat sieben Augen". Wir kamen an. Ein komischer Kauz, namens Kolaya machte das Tor auf. Seine grauen Haare standen zu allen Seiten ab und seine Augen schauten in zwei verschiedene Richtungen. Er begann nun zu quasseln: "Gunomis? Klafonius magnay loppahi! Farusiz olkoptum mines Areverdium." "Was hat er gesagt?" Ich war verwundert. "Ich kann doch nordländisch." Jasuda tat ein wenig angeberrisch. "Er sagte: Wie gehts? Wir freuen uns sie zu begrüßen! Wir wussten schon lange, sie würden mal vorbeikommen." "Woher wussten sie das?" Iumin stellt immer die richtigen Fragen. "Ich frage nach. Paniverus qyanimius hukanda min?" Alle kicherten. Hukanda heißt auf nordländisch "wissen" doch in unserer Sprache ist das eine Beleidigung, übersetzt: "Leerer Kürbiskopf". Dieser verrückte Mann war verwundert und sprach einfach weiter: "Oquilento guhum safnal." Und schon wieder mussten wir alle kräftig lachen. Guhum heißt auf nordländisch "haben" oder "sein", aber in unserer Sprache ist das auch eine Beleidigung. Übersetzt heißt sie: "Nervendes Ochsenauge". Jasudas Stimme klang nun richtig genervt: "Er meint, sie haben Hellseher."
Nach den Missverständnissen und Gekicher kamen wir nun in den großen nordländischen Stamm. Es war so kalt. Wir kennen keinen Schnee und Eis, wir probierten alles aus. Iumin und ich versuchten mit dem Schnee zu zaubern. Andere füllten ihre Geschosswaffen auf mit diesem Schnee.
Der nächste Morgen war eben so kalt wie am Vortag. Wir konnten in der schreienden Kälte nicht trainieren. "Hou-Bagy-Shon Stamm, angetreten!" Jercor brachte uns nach draußen. "Die Naxos bauen ein Lager, ganz in der Nähe! Wir müssen es zerstören, und die Naxos töten!" Wieder machten wir uns auf und rannten zum Naxos-Lager. Diese Naxos sahen anders aus. Sie hatten keine blauen Schuppen, sondern weiße. "Zay-Sa, beschwöre wieder so ein Kraft-Feld." Jercor war sehr erwartungsvoll. "Aber ich kann meine Kräfte doch nicht kontrollieren." Ich hatte Angst, er würde wütend sein, das war er auch: "WAS?" Sein Gebrüll war so laut, dass die Naxos angriffen. Einen nach dem Anderen durchborten sie mit ihren spitzen Horn-Schwerten. "Iumin!" Ich rief nach Iumin um ihn zu warnen. Ich sah hinter mir einen verbluteten Hougi. Es war Iumin. Die Schlacht war zu Ende, denn die Naxos wussten, dass das unser stärkster Stammesangehörige war.
Es war still. Jercor wurde sauer: "Was hast du getan? Du bist wahrlich die Brut des Bösen! Verschwinde und komm nie wieder zurück." Ich rannte weg, ins Nirgendwo. Ich kam an einem Wasserfall an, und hoffte nicht von Gamion, ein Wolf mit 2 Beinen, gefressen zu werden. Ich hörte ein schleichen. Ich traute mich gerade noch so Hallo zu rufen. Vor mir stand auf einmal ein hübsches Mädchen mit schwarzen Haaren und grünen Augen. "Wer bist du?" Ihre zarte Stimme klang wie ein Lied. "Ich bin Zay-Sa, und du?" "Oh, was für ein schöner Name. Ich heiße Amenius. Ich stamme aus einer Königsfamilie, doch ich flüchtete." "Wieso?" Ich hörte aufmerksam zu. "Meine Mutter sagte, ich soll leben wie ich will und ich wollte nie eine Prinzessin sein. Also schlich ich mich in den Wald." Wir unterhielten uns beim  Sonnenuntergang. "Da wäre noch etwas..." Sie klang bedrückt. "Ich darf keine Jungfrau mehr sein sonst muss ich zurück." Ich war verwundert. Welche absurden Regeln haben diese Königsfamilien? "Ich dachte, wir könnten..." Sie klang verliebt. "Wie bitte? Ich kenn dich doch kaum!" "Natürlich! Ich habe dir alles über mein Leben erzählt!" "Nagut. Aber nur weil du sonst zurück musst." Von dem Rest der Nacht will ich nichts mehr erzählen.

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