Das Monster in Dir

Montag, 06 September 2010 @ 21:24 Uhr

Beitrag von: mia

Wie schnell es uns einholt. Wie schnell es uns nimmt. Nichts von alledem ist unser eins. Wir schweben auf der Wolke der Nacht und fragen uns wohin die Einsamkeit und zieht. Bis wir irgendwann da sind, wo Bäume weinen und sehen, wie weit es uns nach unten drängt. Gestoßen von einem Gefühl, das die Angst nicht beschreiben kann. Gefolgt von Mächten, deren Furcht das Größte ist, was uns brennen lässt. Niemand und nichts nimmt dich weg aus einer Dunkelheit, die du nicht sehen kannst.

Du bist das Monster. Das Monster in dir.

Schwarze Segel an deinem Horizont beginnst du zu tanzen. Um einen Pfahl aus Asche ragt dein Herz in die Höhe. Versprichst dir eine Sicht. Versperrst dir den Weg und hoffst darauf, dass es niemand merkt.

Umgeben von einem Traum aus Zärtlichkeit drehen wir uns um die eigene Schuld. Fliegen mit dem Strom der Zeit in das, was wir Leben nennen. Niemand hält dich, niemand führt dich. Starr erkennst du die Hand, die dich drückt. Dahin, wo das Hungern wartet.

Hungern auf Emotionen. Auf eine Lust. Sie kommt nicht. Steigt nicht auf und alles, was dir bleibt ist die Träne voller Angst.

Tief aus deiner Seele erklingt eine Melodie, von der du dir erhoffst, sie schenkt dir Kraft. Doch wir lauschen ihr nicht mehr. Haben verlernt einer Blume die Ehre zu schenken und einem Tier die Freude zu lassen.

So liegst du da. Rote Laken auf weißen Seiden. Keine Stille voller Stimmen. Alles, was du kennst, alles, was du siehst, alles nur ein Wunsch.

Du bist das Monster. Das Monster in dir.


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