Germanischer Bärenhund- Portrait einer aussergewöhnlichen Hunderasse

Bereits Ende des 2. Jahrhunderts vor Chr., lange vor dem Beginn der eigentlichen Völkerwanderung gab es Wanderbewegungen der Germanen.
375/376 begann dann die Völkerwanderung, vor allem germanischer Völker.
Als Haustier der Germanen dominierte das kleinwüchsige Rind.
Dazu kamen dann noch Schwein, Schaf, Ziege und nicht zuletzt auch Geflügel.
Die Germanen hielten auch mittelgroße und große Hunde, die als Hof-, Hirten- und Jagdhunde eingesetzt wurden.
Diese Hunde mussten in einer harten, lebensfeindlichen Umwelt überleben.
Während der Jagd bekamen sie es oft mit überlegenen Gegnern zu tun.
Bei Gefahr mussten sie ihre Sippe verteidigen.
Das konnten sie nur, wenn sie robust, ausdauernd und wachsam waren.
Diese großen, bärigen Hunde gelangten als Beutestücke bei Kämpfen in das gesamte römische Reich. Im Gegenzug wurden Zwerghunde aus den römischen Provinzen bei den „Barbaren“ eingeführt.
Im Lauf der Zeit verlor sich die Spur dieser germanischen Hunde.

Knapp 1600 Jahre später, in den 80er Jahren des 20.Jhd`s wurden einige Welpen geboren, die den Hunden der alten Germanen nahe kamen.
Die Welpen stammten aus einem Fehlwurf zwischen Bernhardiner und weißem Hirtenhund.

Der Züchter aus Brandenburg begann von da an konsequent mit der Zucht „Germanischer Bärenhunde“. 1994 wurde der “Germanische Bärenhund“ vom Deutschen Rassehunde Club (DRC e.V.) als Rasse anerkannt.
Die Rückkehr der Bärenhunde war perfekt!

Der moderne „Germanische Bärenhund“ muss sich nicht mehr gegen übermächtige Gegner durchsetzen. Er ist vielmehr ein sanfter Riese mit einer Schulterhöhe bis zu 85cm und bis zu 85kg Gewicht.
Aber auch heute muss er noch wachsam sein und seine Familie beschützen. Schließlich ist er ein Lagerschutzhund!
Dies erledigt er unaufgeregt und mit nur wenig Gebell; er ist kein Kläffer.
Bei Gefahr schiebt er sich zwischen seine Familie und der Bedrohung.
Dabei verhält er sich eher zurückhaltend und defensiv.

Trotz seiner Größe möchte auch der moderne „Germanische Bärenhund“ viel Bewegung haben. Da wir uns nicht mehr auf der Völkerwanderung befinden kann er dies heute durch Spaziergänge, Joggen und Schwimmen bekommen.
Eine Stadtwohnung ohne Auslauf wird ihm nicht gefallen.

Der heutige Bärenhund ist ausgesprochen kinderlieb.
Er ist gut zu erziehen, wenn man seinen Schutztrieb beachtet. Sein liebevolles Wesen macht ihn zum idealen Begleiter für Familien.
Seine Sturheit scheint er allerdings in die heutige Zeit gerettet zu haben.

Eine liebevolle und konsequente Erziehung sollte aber auch für diesen gutmütigen und friedfertigen Riesen selbstverständlich sein.
Die Rückkehr des Germanischen Bärenhundes.

Als Hof-, Hirten- und Jagdhunde setzten die Germanen robuste, ausdauernde und wachsame Hunde, sogenannte Germanische Bärenhunde, ein. Diese mussten in einer harten, lebensfeindlichen Umwelt überleben und ihre Sippe verteidigen. Im Laufe der Zeit verlor sich die Spur dieser Hunde.

In den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelten sich aus einem Fehlwurf zwischen Bernhardiner und weißem Hirtenhund Welpen, die dem alten Germanischen Bärenhund nahekamen. 1994 wurde der moderne Germanische Bärenhund schließlich vom Deutschen Rassehunde Club anerkannt.

Jörg Krämer schildert die Geschichte der Geburt dieser Hunderasse, illustriert die historischen Details mit kleinen Geschichten und Anekdoten sowie Bildern und gibt Ratschläge zu Haltung und Erziehung der sanften Riesen.

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