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 Gefährten der Hoffnung- Eriks Suche
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Von: kleiner bär (offline) am Mittwoch, 27 November 2019 @ 02:00 Uhr (103 Mal gelesen)  
kleiner bär

Hallo,
Nach einigen anderen Projekten wird nun mein erster Fantasy Roman veröffentlicht:
Gefährten der Hoffnung ist ein Crossover von Endzeitroman und Fantasy.
Das Jahr 2033! Die Welt wurde durch eine Biowaffenkatastrophe an den Rand des Untergangs gebracht. Nur wenige Menschen haben überlebt.
Der kleine Waldkauz Zach, der doch nichts weiter will als die Aufmerksamkeit eines hübschen Waldkauzweibchens, erzählt die Geschichte des Menschen Erik Klein.
Erik hat es geschafft, in einer unwirtlichen Welt eine Familie zu gründen.
Das Familienglück ist beinahe perfekt. Doch dann werden Eriks Frau und ihre Tochter von Plünderern entführt. Zusammen mit seinem telepathisch begabten Germanischen Bärenhund und dem kleinen Waldkauz macht er sich auf, seine Familie zu retten.
Die Verfolgung zieht sich durch Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien.
Die Gefährten müssen sich gegen die Natur, Mutanten (Roks) und bösartige Menschen behaupten. Dabei kommt es immer wieder zu dramatischen Rückschlägen.
Während eines erbarmungslosen Kampfes werden die Drei von der Kriegerin Giada gerettet, die sich dem ungewöhnlichen Trio anschließt. Giada verliebt sich in Erik, der hin- und hergerissen ist, zwischen seiner Liebe zu seiner Frau Irinskat und Giada.
In Ostia Antica kommt es zum Showdown.

Hintergrund
Die Idee zu der großen Katastrophe entstand während der Fernsehberichte über die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen. Der reale Bezug führt im Roman zu der größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte.
Einzigartig für Endzeit- und Fantasyromane ist die Erzählperspektive.
Es gibt zwei Erzählstränge: 1. Die Entführung 2. Eriks Geschichte bis dahin
Als Leseprobe hier die ersten Seiten von Kapitel 1 und Kapitel 2.

Die Entführung
Seit nur noch wenige Menschen in diesem Gebiet lebten, war die Luft viel klarer und das Grün
der Pflanzen viel intensiver geworden. Ich konnte daran nichts Schlimmes finden.
Wenn man genau hinsah, erkannte man meine Silhouette unter dem silbern schimmernden Mond.
Es war eine laue Sommernacht.
Die warme Luft unter meinen Flügeln ließ mich mein knappes Pfund Gewicht kaum spüren.
Ich genoss die Freiheit. Nichts störte meinen Flug.
Langsam glitt ich über Wittens größtes zusammenhängendes Waldgebiet: mein Revier.
In der Ferne hörte ich eine Maus fiepen. Lautlos näherte ich mich meiner Beute.
Nur ein Waldkauz wie ich konnte sich derart leise bewegen.
Die Maus hatte keine Chance. Meine messerscharfen Krallen schlugen in ihr Genick.
Mit dem Kopf im Nacken schluckte ich den noch warmen, blutigen Körper in einem Stück herunter.
Befriedigt bewegte ich mich wieder in die Luft. Nahrung gab es für mich in Hülle und Fülle.
Seit die Seuche vor einigen Jahren die meisten Menschen und viele der großen Säugetiere dahingerafft hatte, vermehrten sich die kleinen
Nager massenhaft. Und nur ein alter Habicht machte mir Konkurrenz bei der Jagd.
In Durchholz, einem beschaulichen Vorort von Witten, wo ich im Giebel eines verlassenen
Bauernhofs meinen Unterschlupf hatte, gab es schon vor der Katastrophe nur wenige Menschen.
Jetzt lebte nur noch eine Familie hier. Erik, seine Frau Irinskat und ihre kleine Tochter Nanuk.
Das große Haus, in dem sie wohnten, war ein kleines Paradies. Das Paar hatte die schönsten
Sachen, die im ausgestorbenen Durchholz zu finden waren, zusammengetragen.
Im Garten gab es Klettergerüste und einen großen Schwimmteich für Nanuk.
Das Gelände war mit einer großen Bruchsteinmauer abgesichert.
Auf der Mauer wand sich meterweise S-Draht.
Der Garten war Nanuks Reich. Hier tobte sie den ganzen Tag herum.
Wenn ich in der Dämmerung zu ihr flog, kreischte sie immer und tat so, als würde sie sich vor mir erschrecken.
Dann lachte sie laut los. Das Spiel war schon zum Ritual geworden.
Manchmal saß sie aber auch nur ganz ruhig am Pool und schaute traurig ins Leere.
»Mom, warum gibt es hier keine anderen Kinder zum Spielen?«, fragte sie dann, und Irinskat nahm sie nur stumm in den Arm.
Erik, der fast zwei Meter große Menschenmann, war heute Morgen an mir vorbei Richtung Stadt gelaufen.
Die rhythmischen Bewegungen seiner geschmeidigen Muskeln ließen die langen braunen Haare wild um seinen Kopf fliegen.
Trotz seiner abgewetzten Kleider machte er, mit dem über den Rücken gebundenem Schwert, einen imposanten Eindruck.
An seiner Seite der große Germanische Bärenhund Odin, siebzig Kilo Muskeln. Sein Kopf war riesig.
Die großen Pfoten würden mich komplett unter sich begraben.
Meistens betrachtete er die Welt ein bisschen schläfrig, und niemand wäre auf den Gedanken
kommen, dass sich dieses Tier schnell bewegen könnte.
Mit Odin verband mich etwas. Ich verstand es nicht, aber es war da. Er bemerkte sofort, wenn ich in seine Nähe kam.
Dann stahl sich immer ein belustigtes Leuchten in seine Augen...

Die Armeezeit
Pionierkaserne auf der Schanz (Ingolstadt).
Gelangweilt lag Erik auf seinem Bett. Nun war er bereits zwei Jahre als Einzelkämpfer bei der Truppe.
Aber abgesehen von gelegentlichen Manövern verlief sein Leben ereignislos.
Einzig der Abtransport des syrischen Giftgases im letzten
Jahr hatte seinen monotonen Alltag unterbrochen.
Der Einsatz, den er mit dem Gebirgspionierbataillon begleitet hatte, verlief ohne Zwischenfälle.
»Hajo, Lust auf ’ne Runde Sparring?«
Erik gab dem Bett über sich einen Tritt.
»Nö, ist mir zu öde mit dir. Du verlierst ja doch.«
»Stimmt, aber nur, weil du mit linken Tricks arbeitest.«
»Der Zweck heiligt die Mittel. Du hast noch nie gewonnen.« Hajo sprang aus dem Bett.
Mit seinen ein Meter fünfundsiebzig war er über zwanzig Zentimeter kleiner als Erik.
Seine blonden Haare waren kurzgeschoren. Ein krasser Gegensatz zu Eriks langer Mähne.
Sie stammten beide aus Witten. Waren schon zusammen zur Grundschule gegangen.
Als sie älter wurden, fanden sie es cool, sich als Einzelkämpfer ausbilden zu lassen.
Das Abenteuergefühl war inzwischen purer Langeweile gewichen.
»Was stellen wir dann an?«
»Lass uns ins Shamrock gehen. Ein bisschen Tanzen, Darten, ein oder zwei Kilkennies. Da kriegen wir den Abend schon rum.«
»Tanzen? Was sagt denn deine Frau dazu?«
»Was sie nicht weiß …«
Erik musste lachen. Hajo war ein unverbesserlicher Schürzenjäger. Aber er liebte seine Frau und seine beiden Kinder über alles.
So schickte er am Ende des Abends doch jede andere Frau alleine nach Hause.
»Okay, gib mir noch ’ne halbe Stunde. Dann können wir los.«
Erik war solo. Er freute sich auf den Pub. Hier kam man nicht so oft raus.
Zudem war Henry, der Chef vom Shamrock, ein netter Kerl.
Als sie loszogen, versank gerade die Sonne als glutroter Ball hinterm Horizont.
Das Shamrock war noch leer. Leise dudelte irische Musik aus den Lautsprechern.
Henry polierte geschäftig die Theke.
»Zwei Kilkenny und ’ne Flasche von deinem besten Whisky!«, rief Hajo.
»Kommt sofort. Mach mir heute nicht wieder die ganzen Mädels wild, Hajo.«
»Mach ich nie«, grinste Hajo, schnappte sich die Dartpfeile und zog Erik mit zur Scheibe.
»Der Verlierer zahlt.«
»Okay, hoffentlich hast du genug Geld.«
Die Zeit verging wie im Flug. Nach der 19ten Flasche Whisky fanden die Darts nur noch selten ihr Ziel.
Inzwischen war das Shamrock gerammelt voll. Hajo drängte sich zur Theke.
»Noch ’ne Flasche, Henry!« Leicht torkelnd kämpfte Hajo sich zurück zu Erik.
»Verdammt was los hier«, lallte er.
»Jau.« Erik nahm ihm die Flasche ab, goss sich das Whiskyglas voll und kippte es auf Ex weg. »Und verdammt gutes irisches Wasser.«
Schief grinsend warf er die Darts.
»Dreimal Bull’s Eye? Du willst mich verarschen.« Hajos Augen fielen ihm bald aus dem Kopf.
»Alles eine Frage der Konzentration«, lallte Erik und sank auf den Boden.
»Hast gewonnen.« Hajo ließ sich...

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